Wenn ich sage, ich wisse nicht genau, wie viele Kart Trophys die Schleuder GmbH bisher durchgeführt habe, so ist dies nicht meinem nachlassenden Gedächtnis zuzuschreiben. Seit ich dabei bin ist es die 19. Zumindest von einem Teilnehmer weiss ich, dass er bereits vor meiner Zeit Mitglied der Schleuder GmbH war. Und ich weiss auch, dass es die Kart Trophy damals schon gab. Irgendwo habe ich ja gewisse Veranstaltungen abgeguckt. In meinen Anfangszeiten standen die Funktionäre noch im Zeitnehmer Häuschen. Es brauchte mindestens 6 Hilfskräfte für die Auswertung. Jeder mit zwei Stoppuhren. Man bekam jeweils zwei Fahrer zugeteilt und musste deren Rundenzeiten messen. Je nach Reaktionsvermögen des Helfers, konnte das gut und gern um eine Sekunde variieren. In dieser Zeitspanne liegen heutzutage 3 Teilnehmer mit ihren Resultaten.
Heute verfügt die Kartbahn doch schon über eine Zeitmessanlage mit Transpondern, bei der jeder Kart bei der Zieldurchfahrt gemessen und auf eine Computeranlage gespiesen wird. Allein die Software ist noch nicht ganz ausgereift. Und so rechnen wir unsere Resultate am Schluss immer noch brav säuberlich von Hand zusammen.
Auch die Karts haben sich in der Zwischenzeit recht stark verbessert. In unseren Anfängen, konnte sich ein gesunder Mensch mit ca. 80 kg in ein Kart setzen und Vollgas geben und versuchen eine möglichst runde Linie zu fahren. Heute gibt’s die Turbo Karts, die auch den gewichtigen Fahrern mehr abverlangen. Eines kann man jedoch sicher nicht wegdiskutieren. Das Kampfgewicht spielt auch bei den heutigen Karts eine entscheidende Rolle. Und obwohl wir in der Schleuder GmbH nicht um hundert Tausende von Dollars kämpfen, ist ein natürlicher Kampfgeist vorhanden und jeder möchte sein Bestes geben und gewisse Vergleichsmöglichkeiten sehen.
Wir kennen aus der Vergangenheit auch die Diskussionen, dass nicht jeder Kart gleich gut oder gleich schnell sei. Es gibt unterschiedliche Reifen, wechselnde Temperaturen auf der Piste, und, und, und.
Das Gewichtsproblem haben wir dieses Jahr mit der Klassierung in zwei Gewichtskategorien gelöst. Da unsere Schleuder GmbHler sehr fair, sportlich und kollegial eingestellt sind, fanden sie auch die neue Regelung gut, wo jeder Teilnehmer nach einer Einfahrzeit von einer viertel Stunde 3 Rennläufe a 10 Runden fährt und jeweils die beste Runde pro Lauf gewertet wird. (Beim früheren knock-out System kamen die besseren immer mehr zum fahren als die „ein bisschen weniger besseren“). Zum Schluss haben wir noch darauf geachtet, dass keiner zweimal im gleiche Kart starten durfte oder musste und so konnten wir auch dort ein wenig Ausgleich schaffen.
Die Rangliste ist bereit, mein Kommentar liegt vor und die Bilder sind auch bereits eingetroffen. Herzlichen Dank bei dieser Gelegenheit an Candido Bolano, der mir mit grossem Gottvertrauen seine neue superteure Hightech Kamera anvertraute.
Eure Schleuder Marianne